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Zusammenfassung

Der Beitrag fasst die empirischen Befunde zu Veränderungsmechanismen in Gruppenpsychotherapien zusammen und greift dabei auf ein Modell zurück, in dem die »Anatomie« von der »Physiologie« der Gruppe unterschieden wird. Zu ersterer gehören strukturelle Merkmale von Gruppen, die entweder vorgegeben (z. B. Zusammensetzung der Gruppe) oder emergent sind (z. B. Subgruppenbildung). Gruppenprozesse (die »Physiologie«) können analog in basale sozialpsychologische Phänomene (z. B. Rollenbildung) und emergente Prozesse, wie die Wirkung therapeutischer Faktoren, differenziert werden. Die Übersicht zeigt, dass die einzelnen Prinzipien in diesem Modell konzeptuell und empirisch unterschiedlich gut untermauert sind, dass es aber trotzdem inzwischen eine gute Wissensgrundlage gibt, auf die sich Gruppentherapeuten in ihrer Arbeit stützen können und die bedeutsam ist für Überlegungen, Behandlungsmanuale aus der Einzeltherapie auf das Gruppensetting zu übertragen.